Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit oder ohne Hyperaktivität bei Erwachsenen und Kindern
Wir beschäftigen uns seit 1999 mit diesem Thema. Wir hatten das Glück, die führenden Forscher im deutschsprachigen Raum Frau Dr. und Herrn Prof. Krause aus München privat kennen zu lernen, die uns in ihr Wissen zu diesem Thema bei Erwachsenen als auch Kindern einführten, zu einem Zeitpunkt, als es bei uns noch weitgehend unbekannt war. Wir haben mit den beiden eine Veranstaltung für Neurologen, Psychiater und interessierte Kollegen in Linz durchgeführt.
Was ist ADHS?
ADHS ist eine erst in den letzten Jahren auch bei Erwachsenen diagnostizierte, aber seit Jahrhunderten bekannte Störung im Bereich der Aufmerksamkeit, Konzentration und Aktivität im körperlichen und als auch im Bereich des Denkens. Die daraus resultierenden Begleitsymptome sind oft depressive Verstimmung, eine Depression, Burn-out und andere psychische Probleme.
Die davon betroffenen Menschen leiden an den Symptomen, die im Buch „Der Struwwelpeter“ beschrieben werden und die heute glücklicherweise anders therapiert werden können. Die Diagnose ADHS ist im deutschsprachigen Raum noch immer bis zu einem gewissen Grad umstritten, da es aus den USA diesbezüglich einige fragwürdige Tendenzen gab und gibt (so wurden und werden durchaus normale Kinder mit Hilfe von Ritalin ruhig gestellt, weil es für die Eltern bequem ist).
Behandlung von Erwachsenen:
Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten, deren erster eine genaue Diagnose ist und in der Erarbeitung von geeigneten Möglichkeiten mit den Schwierigkeiten besser umzugehen seine Fortsetzung hat. Dazu muss die Frage einer medikamentösen Begleitbehandlung abgeklärt werden, da die Folgeerkrankungen oft eine erfolgreiche Entwicklung hemmen. Die eigentliche ADHS-Symptomatik betreffend gilt es zu klären, ob eine medikamentöse Behandlung mit Ritalin und ähnlichen Medikamenten sinnvoll ist. Diese Behandlung kann oft die ADHS-Symptome wesentlich mildern. Diese Abklärung erfolgt bei uns in Kooperation mit Fachärzten der Psychiatrie.
Behandlung von Kindern:
Diese ist bei uns zuerst Diagnose beim Kind, daraus wird im Regelfall Arbeit mit den Eltern, dem betroffenen Kind und -falls vorhanden- seinen Geschwistern. Mit den Eltern werden geeignete Hilfsprogramme mit und für ihr Kind erarbeitet.